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Was ist Zierbelkiefer?


Handelsname:

Zirbelkiefer - auch Arbe, Arve, Zirbe oder Zirbe genannt - ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).

Botanischer Name:

Pinus cembra

  • Klasse:           Pinopsida
  • Ordnung:        Kiefernartige (Pinales)
  • Familie:           Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Unterfamilie: Pinoideae
  • Gattung:         Kiefern (Pinus)
  • Art:                  Zirbelkiefer

Herkunft:

Ihre Heimat sind die westlichen Innenalpen auf 1400 bis ca 2500 m Seehöhe (oft mit der Lärche und Fichte vergesellschaftet) und die Karpaten. Der Wuchs der Zirbe ist stark von den Witterungseinflüssen geprägt. Alte Exemplare sind oft vom Wind zerzaust und durch Blitze und Schneebrüche deformiert. Das Höhenwachstum variiert je nach Standort aber im Normalfall wird sie rund 25 Metern hoch. Sie wird im Durchschnitt 200 bis 400 Jahre alt, Schätzungen gehen jedoch davon aus dass sie bis zu 1200 Jahre erreichen könnte. Seine Kurztriebe tragen viele Büscheln mit jeweils fünf Nadeln. Die Samen werden irreführend Zirbelnüsse genannt, obwohl sie keine Nüsse sind. Die Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden.

Farbe und Textur:

Das Holz der Zirbe hat einen gelbrötlichen Kern und einen schmalen gelblichen Splint; es ist weich, leicht, dauerhaft und gut zu bearbeiten. Die zahlreichen festverwachsenen Äste der Zirbe bedeuten für das Holz keine Qualitätsminderung im Gegensatz zu den anderen Baumarten. Durch die dunklen Äste entsteht eine besonders schöne Zeichnung.

Geruch:

Frisch geschlagenes Zirbeholz bewahrt noch Jahrzehnte seinen charakteristischen Duft, den man besonders in Zirbenstuben wahrnimmt. Für den Menschen besonders angenehm, bei Insekten aber nicht beliebt, ist der Duft des Zirbenholzes. Er bleibt jahrelang erhalten und hat eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden der Hausbewohner.

Beschreibung:

Das für den Gebrauch des Holzes wichtige Schwindmaß ist bei der Zirbe das geringste aller Nadelbäume. Dadurch ist es für wechselfeuchte Bereiche besonders gut einsetzbar. Aufgrund des im Zirbenholz enthaltenen Pinosylvin haben Pilze und Bakterien kaum eine Chance das Holz anzugreifen.
Zirbenholz ist leicht und weich (Darrdichte 400 kg/m³, Brinellhärte 15 N/mm²) und sehr gut zu bearbeiten, die Festigkeitseigenschaften sind mäßig gut. Hingegen ist das Schwindmaß gering. Es lässt sich gut spalten und gut schnitzen. Die Trocknung geht leicht, bei der Oberflächenbehandlung ist der Harzanteil zu berücksichtigen. Neuere Untersuchungen weisen dem Zirbenholz positive Auswirkungen auf Kreislauf, Schlafbefinden und vegetative Regulation zu. In relativ frischem Zustand schützt Zirbenholz vor z.B. Motten und Schaben. Weiters zeigen Schneidbretter aus Zirbenholz die höchste antibakterielle Wirkung diesbezüglich untersuchter heimischer Holzarten.

Zirbenholz ist das leichteste Holz aller heimischen Nadelholzarten. Es hat einen ganz regelmäßigen Jahrringaufbau und lässt sich leicht bearbeiten. Auch die zahlreichen dunklen Äste bereiten bei der Verarbeitung keine Probleme. Sie sind fest verwachsen und bewirken die charakteristische lebhafte Maserung des Zirbenholzes. Es findet Verwendung als Möbel- und Schnitzholz, Zirbelnuss und Samen auch in der Lebensmittelproduktion.

Kulturgeschichtliches
Jahrhundertelang wurde die dunkle Zirbe gezielt geschlägert, um Weideland für das Almvieh zu gewinnen. Die lichtdurchlässigen Lärchen ließ man stehen. Da die Zirben langsam wachsen, wurden sie kaum forstwirtschaftlich angebaut. Dies, obwohl das Holz zahlreiche positive Eigenschaften aufweist. Nicht zuletzt zeigt es sich im Hochgebirgsklima selbst im Außenbereich als recht dauerhaft. Meist bleibt das Holz aber im Korsett rustikaler Formgebung eingezwängt. Beliebt sind profilierte Kanten und Füllungen mit symmetrischen Bildern eingewachsener Äste.

Einsatzgebiete:

Zirbenholz wird wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit gerne für Holzschnitzarbeiten verwendet, ebenso für Bauernstuben mit profilierten und geschnitzten Verzierungen. Weiters wird die Zirbe allgemein für Möbel, Einbauten, Wandverkleidungen und Vertäfelungen in „alpenländischem Stil“ verwendet und dazu auch zu Furnieren verarbeitet.

Profil des Zirbenholzes:

  • Als Kernholzbaumart farbliche Unterscheidbarkeit von Splintholz und Kernholz

  • Der anatomische Aufbau der Holzsubstanz ist sehr gleichmäßig, die Jahrringgrenzen sind gut erkennbar, der Kontrast zwischen Frühholz und Spätholz ist gering

  • Charakteristisch sind die zahlreichen, festverwachsenen, rotbraunen Äste, die sich glatt schneiden lassen und beim Hobeln nicht reißen.

  • Zirbenholz ist leicht einzuschneiden, zu trocknen und mechanisch gut bearbeitbar und neigt bei der Trocknung nicht zur Rissbildung

  • Zirbenholz gehört neben dem Lärchenholz zur dauerhaftesten heimischen Nadelholzart.

  • Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen weist das Zirbenholz einen angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit hält

  • Zirbenholz enthält bis zu 0,5% Pinosylvin. Für diese Substanz ist eine toxische Wirkung gegenüber Schadorganismen (Pilze, Bakterien) nachgewiesen.

  • Die Zirbe ist mit einer mittleren Darrdichte von rund 400 kg/qm die leichteste heimische Nadelholzart.

  • Zirbenholz weist das geringste Schwindverhalten aller einheimischer Nadelholzarten auf. Die Dimensions- und Formstabilität hat zur Folge, dass Zirbenholz kaum zu Rissbildung und Verdrehung neigt.

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