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Was ist Eukalyptus? - Allgemeine Informationen


 

Botanischer Name:

Eucalyptus globulus, Familie der Myrtaceen

Eukalyptus Saligna - Südafrika und Südamerika

Eukalyptus diversicolor = Karri - Südwestl. Australien;
Eucalyptus marginata = Jarrah - Westl. Australien;
Eucalyptus regnans (und 2 weitere Arten) = Tasmanian „Oak", Mountain „Ash"-
Tasmanien, südöstl. Australien;
Eucalyptus siderophloia (und 3 weitere Arten) = Red Ironbark, Broadleaved ironbark und 3 weitere Arten - östliches Australien.

Es sind immergrüne Bäume und Sträucher. Der Name beruht auf dem haubenartig geschlossenen Blütenkelch, der die „versteckten“ Samen verbirgt.

Herkunft:

Der Eukalyptus ist in Tasmanien und im südöstlichen Teil von Australien heimisch. Heute aber wachsen manche Arten auch in vielen anderen subtropischen Gebieten der Welt. In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 % aus Eukalyptus-Arten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.

Farbe und Textur:

Das Holz hat eine rotbraune bis gelbliche Farbe und eine feine Struktur. Ausblutungen sind nicht bekannt.

Geruch:

Diese Holz ist meist geruchlos und harzt nie.

Beschreibung:

Die meisten Eukalyptusarten sind schnellwüchsige, sehr hartholzige, hohe Bäume und Sträucher. Der Riesen-Eukalyptus gilt als der Laubbaum mit der größten Wuchshöhe; ein Exemplar des Riesen-Eukalyptus (Eucalyptus regnans) wurde mit einer Höhe von 97 m in Tasmanien gemessen und sein Stamm hat bis zu 20 Meter Umfang. Der Eukalyptus dient sowohl zur Gewinnung stark-riechender ätherischer Öle als auch zur Holzgewinnung. Er ist eine Futterpflanze des Koala und einiger anderer Beuteltiere, für die meisten anderen Tierarten ist er dagegen giftig und nutzlos. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Giftstoffe nicht mehr so konzentriert sind wie in den jungen Trieben und Blättern.

Die Aborigines (australische Ureinwohner) verwendeten die Blätter des Eukalyptus traditionell gegen Fieber, Entzündungen und Verletzungen. Im 19. Jahrhundert brachte der Direktor der Botanischen Gärten in Melbourne (Australien) den Eukalyptus in den Westen und sorgte so für seine Verbreitung in Südeuropa und in Nordamerika.

In Südeuropa wird Eukalyptus wegen seiner Schnellwüchsigkeit und guten Holzqualität oft angebaut. Das führt häufig zu Problemen, weil er den Boden bis in die Tiefe austrocknet, den heimischen Tieren keinen Lebensraum bietet, andere Baumarten aggressiv verdrängt und mit seinen hochbrennbaren Ölen Waldbrände fördert -- er profitiert von Waldbränden, da seine Wurzelstöcke und Samen ein Feuer überleben und sehr schnell wieder austreiben, bevor andere Pflanzenarten sich erholt haben.

Der Eukalyptus hat die Eigenschaft, von Zeit zu Zeit ohne Vorwarnung große Äste abzuwerfen, was in Australien schon öfter zu tödlichen Unfällen geführt hat. Daher sollte man niemals unterhalb eines Eukalyptusbaumes kampieren. Dieser Mechanismus hilft dem Baum, Wasser zu sparen, außerdem fördern die herumliegenden Äste die für den Eukalyptus nützlichen Waldbrände, wenn sie nicht regelmäßig weggeräumt werden.

Einsatzgebiete:

Eukalyptus eignet sich als Bauholz mit starker Beanspruchung für Innen-& Außenbereich (wie zum Beispiel den Brücken- und Hafenoberbau), es ist witterungsfest und dauerhaft gegen Pilzbefall, außerdem ist es sehr widerstandsfähig gegen Insekten, Bohrwürmer und Termiten. Neben dem Einsatz bei Gartenmöbel wird Eukalyptus auch als Parkett verwendet.

Technische Daten:

  • Dauerhaftigkeit: Klasse 1 bis 2
  • Definition nach DIN/EN 350-2: (sehr) dauerhaft
  • Lebenserwartung unter gemäßigten Klimabedingungen (Europa): über 25 Jahre
  • Lebenserwartung unter tropischen Klimabedingungen: über 15 Jahre
  • Gewicht ungetrocknet (kg/cbm): 1.200 kg
  • Gewicht getrocknet (16% Restfeuchte): 400 bis 1.100 kg
  • Druckfestigkeit trocken (N/mm2): 62 bis 72 N/mm2
  • Biegefestigkeit trocken (N/mm2): 112 bis 132 N/mm2

Handelsname:

Eukalyptus

Andere volkstümliche Namen für den Eukalyptus lauten in Deutschland zum Beispiel: Blaugummibaum, Eukalyptusbaum, Gewöhnlicher Fieberbaum.

In andern Sprachen lauten die Namen wie folgt: Bluegum eucalyptus [englisch]; Eucalyptus officinal, Gommier bleu [französisch]; Gewone eucalyptus [holländisch]; Eucalipto [spanisch]; Eucalipto [italienisch]

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